Garnisonsbelegung Forte Ardietti 16.-18. April 2010

 

DSC00547.JPGNach rund siebenstündiger Fahrt kamen wir am Donnerstag  Abend gegen 22 Uhr am Forte Ardietti unterhalb des Gardasees an. Glücklicherweise hatten wir auf der Fahrt ein Navi dabei, denn ohne dieses wäre es in der Dunkelheit sehr, sehr schwierig geworden unser Ziel zu finden.

Das Fort ist Teil eines von den Österreichern, in den 1850er Jahren um die Italienische Stadt Peschiera, angelegten Festungsgürtels und wird heute von einem Verein gepflegt und erhalten.

DSC00562.JPGNach einer freudigen Begrüßung durch unsere italienischen Freunde von der 5th Georgia Infantry wurde schnell im Fort Quartier bezogen. Da wir das Fort ganz für uns hatten war ausreichend Platz vorhanden. Der Abend endete gesellig bei einem Umtrunk am Lagerfeuer bevor wir müde von der langen Fahrt dankbar den Schlaf der gerechten schliefen.

Am nächsten Morgen holten unsere italienischen Freunde Familie Vulture, welche nachts um 1:00 Uhr losgefahren war, an der Autobahn ab und führten sie zum Fort. Ich ließ es mir nicht nehmen bei herrlichem Sonnenschein, mein Zelt auf dem Festungswall aufzubauen.

 

Am Vormittag absolvierten wir eine erste Drilleinheit auf einer großen Wiese vor dem Fort. Da wir für das ganze Wochenende eine Schießerlaubnis hatten und die Italiener uns großzügig mit Pulver versorgten, wurden dabei natürlich auch schon die ersten Salven abgefeuert. Am Nachmittag bekamen wir Gelegenheit uns die Stadt Peschiera, welche nur etwa 15 Autominuten entfernt lag, anzusehen und auch eine kleine Bootsfahrt in Uniform auf dem Gardasee zu unternehmen.

 

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Danach führten wir einen weiteren Drill durch welcher seinen Abschluss in einem Antreten im Festungsinnenhof fand. Hier erfolgte die offizielle Begrüßung durch Paolo, sowie die Übergabe des Kommandos über die Festung an mich.

Stilgerecht ließ ich mich fortan als „Il Commandante“  anreden. Ordnung muss sein J !

Am Abend wurde Chili Con Carne am Lagerfeuer gekocht. Leider setzte später Regen ein, doch da wir ja im Besitz einer ganzen Festung waren, gab ich in meiner Güte den Befehl ins trockene zu verlegen, wo der Abend einen gemütlichen Ausklang fand. Swazy fand noch heraus, dass genagelte Sohlen auf Steintreppen eine gewisse Rutschgefahr heraufbeschwören. Um sich dies zu verinnerlichen zog er sich einen handtellergroßen Bluterguss über seinem Steißbein zu….

 

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Am Samstagmorgen hatte sich die Wetterlage glücklicherweise wieder beruhigt, so dass wir uns wieder mit Drill beschäftigten. Mittlerweile waren auch ein paar Zouaven und Yanks aufgetaucht. Wir versuchten sie sofort in ein Scharmützel zu verwickeln, doch mir schien, sie waren eingeschüchtert und so verschoben wir das eigentliche Gefecht auf den Nachmittag.

Im Anschluss an den Drill erhielten wir eine Führung durch das Fort, welches noch bis in die 80er Jahre von der italienischen Armee als Munitionsdepot genutzt wurde.

 

Der Samstag Nachmittag brachte dann die ersehnte Auseinandersetzung mit dem Feind. Da wir das gesamte Festungsgelände nutzen konnten boten sich tolle Möglichkeiten für uns. Da wir in der Überzahl waren, überließen wir im ersten Durchgang dem Feind die Festung und griffen beherzt an. Ich teilte unsere Kräfte und so konnten wir den Feind mit einer Zangenbewegung zusammentreiben. Da die ehemaligen Geschützstellungen hervorragend Deckung gaben, kamen wir nicht über ein Patt hinaus.DSC00540.JPGDSC00456.JPG

 

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Nach kurzer Pause vertauschten wir die Rollen und warteten auf den Feind.

Dieser griff frontal unsere Stellung an, kam aber nicht wirklich an uns heran. Schlussendlich versuchte er es mit einem verzweifelten Sturmangriff bei dem  er komplett aufgerieben wurde.

 

Am Abend gab es ein zünftiges Fest mit italienischen Grillspezialitäten und deutschem Bier. Unsere italienischen Freunde stellten sich als wahre Stimmungskanonen heraus, die mit uns bald um die Wette sangen während die Flaschen kreisten.

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Am Sonntag schließlich hieß es Abschied nehmen von einer ganz wunderbaren Veranstaltung. Alles war wohl organisiert, es hat zu keiner Zeit an etwas gefehlt und die italienische Gastfreundschaft war nicht zu übertreffen! Ich kann allen nur empfehlen das nächste Mal teilzunehmen. Wir, die schon dabei waren, wollen nächstes Jahr, sollten wir wieder eingeladen werden, auf jeden Fall wieder runterfahren, da es ein echtes Highlight in unserer bisherigen „Hobbylaufbahn“ war. Schade war die geringe Beteiligung, wobei einige leider aus beruflichen oder familiären Gründen verhindert waren, andere es aber noch nicht einmal nötig hatten sich abzumelden, obwohl sie angemeldet waren.

 

Autor: W. Thornton