Donnerstag, 27.9.2007 – Anreisetag:
Es wurde ja in diversen Foren über das zu erwartende Wetter diskutiert – nachdem
wir uns bereits um 06:00 Uhr auf den Weg machten nach Pullman City um unsere
Ausrüstung aufzuladen, waren wir guter Dinge: das Wetter war zwar nicht
überragend, aber zumindest trocken.
Je weiter wir gegen Norden fuhren umso kühler wurde es jedoch – nach ca. 5
Stunden in Wildflecken angekommen regnete es wie aus Kübeln gegossen – na ja,
was sollte man schon vom Norden erwarten? ;-))
Dank der Mitarbeit von lieben Kameraden standen unsere 2 A-Tents im Nu, und wir
konnten uns zumindest unter den Schutz der Zelte zurückziehen – wir machten es
uns auf den Feldbetten gemütlich und schliefen auch gleich ein...
Am nächsten Morgen dasselbe Bild: Regen, Regen, Regen.....
Nach dem Roll Call bzw. First Call machten wir uns zunächst mal daran Brennholz
und Wasser zu organisieren – kurze Zeit später brannte auch schon unser
Lagerfeuer. Nach dem Frühstück halfen wir noch ankommenden Kameraden deren Zelte
aufzubauen. Danach stand Drill auf dem Programm der durch die Meldung
unterbrochen wurde, dass auch bereits am Freitag ein Gefecht stattfinden würde.
Nach kurzer Offiziersbesprechung wurden wir den netten und durchaus kompetenten
Kameraden aus Belgien zugeteilt. Das Gefecht selbst war ziemlich für´n
Hugo....außer das alle durchnässt wurden, hat es nicht wirklich viel gebracht,
da sich die Yankees kaum blicken ließen – mehr als 3 Schuss hab ich jedenfalls
nicht abgegeben!!?
Nach dem Gefecht im Lager angekommen, hatten wir auch noch eine Tent-Inspection
im strömenden Regen – die allgemeine Laune war jetzt etwas betrübt, aber durch
das ankommen unseres Majors war dies gleich alles wieder vergessen, und wir
waren bester Laune...
Nach dem Abendessen wurde die Wache eingeteilt, und uns erwartete eine
stürmisch, regnerische Nacht!
Am nächsten Morgen, siehe da, kein Regen – wir alle freuten uns schon aufs
Gefecht und konnten es kaum erwarten. Aber es dauerte und dauerte....endlich war
es soweit, ab ging es aufs Feld der Ehre!
Der Marsch ging durch allerhand mehr oder weniger große Wasserpfützen in ein
etwas an Urwald erinnerndes Waldstück wo wir in Linie durch allerlei Gestrüpp,
umgeworfene Bäume und über kleine Bäche gegen die Yankees vorgingen – nach
mehreren kleineren Scharmützel, stellten sich endlich die Blauröcke auf freiem
Felde zum Gefecht. Es dauerte nicht lange, hatten wir sie unter Artillerie
Unterstützung zurückgedrängt und verfolgten sie wieder durch den Wald wo wir sie
wieder stellten – nach mehreren hin und her eroberten wir auch noch die
Artillerie der Union in einem Frontalangriff und somit war die Schlacht für uns
zu Ende, da dabei unsere Einheit aufgerieben wurde - das war von unserem Major
beabsichtigt um das Kräfteverhältnis etwas auszugleichen da bereits einige
Unionssoldaten sei es vorm Wetter oder aber auch vor den heranstürmenden
Rebellen flüchteten....
Zurück ging es ins Lager wo wir uns nach einer Waffen- und Zeltinspektion auf
einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer freuten!
Wir wurden von Bully und Andre´ mit allerlei Gaumenfreuden verwöhnt und so
konnte sich jeder vom doch anstrengenden Kampfgeschehen wieder kräftigen. Auch
wurde noch eine Feldhochzeit gefeiert und so ging auch dieser Abend wieder viel
zu schnell vorüber...
Am Sonntag früh brachen wir dann unsere Zelte ab und machten uns auf den Heimweg
(abermals im Regen) – es war ein tolles Wochenende mit lieben Kameraden und wir
konnten wieder viele neue und nette Bekanntschaften schließen...
Ein Hoch auf die 7th Georgia!
Eure Greenwood´s – Ann and Martin