Reenactment Knetzgau 1.-4. Mai 2008
Wir, das sind Cpl. Fred Mikel, Michelle Mikel, Ann und Martin Greenwood fuhren
bereits am Mittwoch nach Pullman City um noch letzte Vorbereitungen fürs
Himmelfahrtsreenactment in Knetzgau zu treffen....
Es folgte eine geruhsame Nacht in der Mc Allister Barracks als bereits um 06:30
der Wecker läutete – voller Vorfreude aufs Reenactment begannen wir unser
Fahrzeug mit Ausrüstung zu beladen....eine ganze Menge Ausrüstung ;-) gell Miss
Mikel....
Es herrschte in Pullman wunderschönes Wetter... je weiter wir gen Norden kamen
umso mehr verzogen sich die Wolken und es regnete stellenweise.....das kommt uns
doch bekannt vor!?
Einen Zwischenstopp bei Michelle´s Schwester einlegend um 2 Rekruten
aufzusammeln, fuhren wir weiter gen Knetzgau. Das Campgelände wurde ohne
Probleme gefunden: ein Lob an die Veranstalter für die tolle Beschilderung! Wir
begannen sofort mit dem Aufbau unserer 3 A-Tents und dem Wall-Tent für die
Ladys... mittlerweile begann es wieder kurz zu regnen... aber das machte uns
nichts aus... nette Kameraden und der Anblick eines tollen Camp-Grounds ließen
uns bereits auf Wolke 7 schweben!
Flugs waren die Zelte aufgebaut (dank Mithilfe unserer netten Kameraden aus
Italien); wir warfen uns in „Schale“ und begannen das Lager mit bequemen
Holzschuhen (Clogs) zu erkunden... das sollte noch jemandem zum Verhängnis
werden ;-)
Erstes Antreten....des Majors Stimme lauschend wurde uns ganz bang.....da wir
uns bereits in Bereitschaftszustand befänden und einige mit Clogs im Lager
gesichtet wurden, und das ja so überhaupt nicht geht, sollte ein Exempel
statuiert werden... oje, dachten wir... das gibt eine Hundswache!! Mit gesengtem
Haupt und nichts verheißungsvolles denkend begab sich Cpl. Mikel „front in
center“ und wartete auf eine Standpauke des Majors... und weil das jetzt so
wirklich nicht geht mit Clogs rumlaufen so wurde unser Cpl. prompt zum Sgt.
befördert... und weil´s so schön war auch gleich noch Pvt. Sabre zum Cpl. ----
an dieser Stelle ein dreifaches HOCH an unseren neuen Sgt. Fred Mikel und Cpl.
Sabre
Danach gab´s noch ein wenig Drill und man Höre und Staune....der Sold ist
endlich eingetroffen!! Der Rest des abends verlief ganz fröhlich – die 7th
stellte die Wache für die erste Nacht...
2. Tag....morgendliches Antreten... tolles Frühjahrswetter und gute Stimmung in
den Reihen... nach dem Frühstück folgte Kompaniedrill und nach einer Pause auch
Batallionsdrill... alles wartete aber gebannt auf die 1. Schlacht! Wir umgingen
den Feind um an geeigneter Stelle nach vorbereitendem Kanonenfeuer und
Kavallerieangriff anzugreifen. Die Yankees waren zahlenmäßig unterlegen (welch
ein Wunder) hatten aber eine gut ausgebaute Stellung auf einer Anhöhe die
eigentlich das Kräfteverhältnis mehr als Wett machte....Wir rannten 2 mal gegen
die feindlichen Stellungen an, leider ohne Erfolg....verstaubt und mit gesenktem
Haupt traten wir den Rückzug an... aber morgen Gnade Ihnen Gott!
Der Abend verlief dann äußerst lustig, wobei der eine oder andere etwas zuviel
in den Becher voller Bier (Danke an Sgt. Mikel für die Spende) guckte... es
wurde auch gemunkelt das da etwa statt Bier auch „Rausch“ mit eingefüllt
wurde...
Am nächsten Morgen waren aber alle wieder fit (bis auf Michelle Mikel welche
leider eine Grippe einfing und im Bett verweilen musste). Nach wiederum Drill
gab´s Feldpost und danach wieder Drill.....heute muss es ja schließlich
klappen.....die Stellung der Yankees muss fallen! Die Schlacht beginnt....das
erste Vorgehen wird wiederum abgeschlagen, doch jetzt sind wir nicht mehr zu
halten... Georgia, Georgia.....ertönt unser Schlachtengeschrei und die Männer
sind nicht mehr zu bremsen... auf die Stellung zu.....kräftige Fußtritte gegen
den Bretterverschlag... die Barrikaden fallen... die Yankees türmen....Hurra wir
haben es geschafft!
Nach dem Waffenreinigen, einer Tent- and Weaponinspection ging es in einen
geselligen Abend, der nur durch die doch starke Grippe von Miss Mikel
überschattet wurde....
Am nächsten Tage überall lange Gesichter....das Lager wird abgebaut und die
Heimreise angetreten...
An dieser Stelle ein großes Lob an die Organisatoren; Es war immer genügend
Brennholz und Trinkwasser vorhanden, der Camp-Ground und die „Spielwiese“ waren
Top und es waren auch genügend Dixies vorhanden welche jeden Tag entleert und
gesäubert wurden..
Es waren 4 unvergessliche Tage, die uns unauslöschlich in Erinnerung bleiben
werden!
Es grüsst,
Euer stolzer Pvt. Greenwood